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Der Abstrich beim Frauenarzt

Wofür macht der Frauenarzt einen Abstrich?

Der Abstrich ist Ihnen vielleicht auch bekannt unter dem Namen Pap-Abstrich oder Pap-Test. Er wird vom Gebärmutterhals entnommen und ist ein wichtiger Bestandteil der Krebsvorsorgeuntersuchung, deren Ziel es ist, Krebsvorstufen zu erkennen. Zu diesem Zweck wird beim Abstrich Zellmaterial aus dem unteren weiblichen Genital entnommen und untersucht. Bei der Zellentnahme (dem tatsächlichen Abstrich) werden vom Frauenarzt einzelne, oberflächige Zellen mit Hilfe eines Spatels vorsichtig vom Muttermund (Portio) und mittels einer kleinen Bürste aus dem Gebärmutterhalskanal (Zervixkanal) entnommen. Das ist der Vorgang, den Sie von Ihrer Vorsorgeuntersuchung kennen. Die Zellen werden anschließend im Labor aufbereitet und mikroskopisch auf Auffälligkeiten und Veränderungen untersucht. Die Befunde werden nach der Münchner Nomenklatur III (München III) in Pap-Gruppen eingeteilt und klassifiziert. Es werden dabei 6 Gruppen unterschieden: Pap 0 bis Pap 5. Diese werden unterteilt in unauffällige Befunde, auffällige Befunde und unklare Befunde. Mehr Infos zu den Pap-Gruppen finden Sie hier.

Wir unterscheiden zwischen zwei unterschiedlichen Abstrichmethoden: Dem konventionellen Pap-Abstrich und dem S-Pap.

Der konventionelle Pap-Abstrich

Der konventionelle Abstrich ist der Abstrich, den Sie von Ihrer Vorsorgeuntersuchung kennen. In der Regel wird er von jedem Frauenarzt angewendet. Dabei wird mit Bürste und Spatel Zellmaterial vom äußeren und inneren Muttermund abgenommen und auf einen Objektträger aufgetragen. Dieses Präparat wird anschließend in Alkohol fixiert und zur Auswertung in ein zytologisches Labor (Labor zur Zelllehre) gesandt, dass einen Befund erstellt.

Unglücklicherweise ist die konventionelle Zytologie (Zelllehre) bei der Früherkennung Gebärmutterhalskrebs keine besonders sichere Methode, denn nach wissenschaftlichen Daten bietet der Pap-Test eine Sensitivität (Sicherheit, die Kranken unter den Kranken zu erkennen) von nur 20-35%. Dennoch ist diese Methode seit 2007 die Empfehlung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und somit für Frauenärzte verpflichtend bei der Vorsorge für Patientinnen der gesetzlichen Krankenkassen.

Selbst in medizinischen Lehrbüchern findet man das weit verbreitete Vorurteil, dass regelmäßige Wiederholungen des konventionellen Pap-Abstrichs die Sicherheit erhöhen. Dies wird mir der Wahrscheinlichkeitsrechnung begründet, jedoch sind die Voraussetzungen für eine solche Berechnung nur in den seltensten Fällen vorhanden.

Eine wesentlich höhere Sensitivität (76 bis über 91%) bieten die Dünnschicht-Zytologie und der S-Pap®. Diese werden von Privaten Kassen übernommen aber können von gesetzlich Versicherten nur als IGeL genutzt werden.

Der S-Pap-Abstrich

Die S-Pap Untersuchung basiert auf der Dünnschichtzytologie von Hologic Inc. Sie unterscheidet sich von der konventionellen Methode in der Zellentnahme und in der Zelluntersuchung. Der Abstrich selbst wird zuerst wie bei der konventionellen Methode entnommen, allerdings für die Befundung modern aufbereitet: Statt die Zellen von Spatel und Bürste direkt auf den Objektträger aufzustreichen, werden die Zellen in einer Flüssigkeit ausgewaschen und darin aufbewahrt. So können die Zellen später im Labor besser und sicherer bearbeitet werden. Dieses Vorgehen ist nur eine von insgesamt 10 zertifizierten Maßnahmen, um die Sicherheit der Befunde zu erhöhen. Weitere sind beispielsweise die computergeschützte Vorbefundung, die Doppelbefundung und Fallkonferenzen bei Auffälligkeiten. Mehr Details dazu finden Sie hier.

Bei der Untersuchung gewährleisten wir, dass nach höchsten Qualitäts-Standards von Labortechnik und medizinischem Personal gearbeitet wird.

Durch diese Maßnahmen erreicht der S-Pap eine besondere Sicherheit von über 91% und kann Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zuverlässiger erkennen. So kann Krebs besser verhindert werden.

Fehler beim Abstrich

In der zytologischen Einrichtung ist jeder Befund ‚Handarbeit‘ und immer eine ärztliche Leistung. Hierbei sind jedoch viele Fehler möglich, und aus Fehlern können falsche Befunde entstehen. Fehler sind zum Beispiel schon bei der Abstrich-Entnahme möglich, wodurch die relevanten Zellen auf dem Abstrich gar nicht, beschädigt oder nur verdeckt vorhanden und deshalb nicht erkennbar sind. Bei Verwendung des S-Pap, erhalten Sie neben den Maßnahmen zur Eindämmung von Fehlern auch Informationen über die Abstrich-Qualität, sodass Sie wissen, ob Sie den Abstrich eventuell wiederholen sollten.

 

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WISSENSCHAFTLICHE UND GESETZLICHE DATEN:
Klug, S.J., Neis, K.J., Harlfinger, W., Malter, A., König, J., Spieth, S., Brinkmann-Smetanay, F., Kommoss, F., Weyer, V., Ikenberg, H., 2013. A randomized trial comparing conventional cytology to liquid-based cytology and computer assistance. International Journal of Cancer 132, 2849–2857.
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Fahey MT, Irwig L, Macaskill P. Meta-analysis of Pap test accuracy. Am J Epidemiol. 1995 Apr 1;141(7):680-9.
Evidenzbericht 2007 zur S-3-Leitlinie Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland, Version 1.00, August 2007, Arztliches Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ) als Gemeinsame Einrichtung von Bundesärztekammer und Kassenärztlicher Bundesvereinigung.

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