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Die Bedeutung von Krebsvorsorge und Zytologie beim Frauenarzt

 

Krebsvorsorge und Zytologie
Trotz täglicher Belastung von Frauenärzten und Fehlern im System sollte die Sicherheit von Patientinnen nicht
unter den eigenen Bedürfnissen der Frauenärzte leiden. Aufklärung sollte nicht vernachlässigt werden.



Zwiespalt: Eigene Bedürfnisse und die Sicherheit der Patientinnen

Die tägliche Belastung bei der Tätigkeit des Frauenarztes und die ständig steigende Reglementierung der ärztlichen Versorgung durch Politik und Verwaltung lassen wenig Raum, innezuhalten und die eigene Arbeit im Zusammenhang mit der Früherkennung Gebärmutterhalskrebs zu hinterfragen. Das kennen wir aus eigener Erfahrung in der Praxis. Doch diese Bedingungen sollten nicht dazu führen, dass die Sicherheit Ihrer Patientinnen in den Schatten Ihrer eigenen Bedürfnisse rückt. Sie könnten sich trotz Ihrer Belastungen die Zeit nehmen und hinterfragen, ob bei Ihrer Arbeit die Sicherheit der Patientinnen bei der Krebsfrüherkennung an höchster Stelle steht.

In ärztlichen Fortbildungen wird selten thematisiert, dass von 100 Frauen mit einer Neuerkrankung Gebärmutterhalskrebs 44 Frauen zur Krebsfrüherkennung bei ihrem Frauenarzt waren. Auch bei Ihnen wurden vermutlich bei der Vorsorge über Jahre hinweg Krebsvorstufen übersehen. Wie wollten Sie als Frauenarzt bei diesen Ergebnissen gewährleisten und persönlich verantworten, auf die Gesundheit Ihrer Patientinnen angemessen aufzupassen? Und glauben Sie wirklich, dass bei Ihrer Vorsorge andere Folgen entstehen als in den wissenschaftlichen Studien dargestellt?

Wenn Sie Ihrer Aufklärungs- und Beratungspflicht nicht nachgehen und Ihre Patientinnen nicht über die Sensitivität der konventionellen Zytologie (nach Meta-Studien 20-35% Sensitivität bei einer Spezifität von 90-95%) und deren Alternativen informieren, hat das möglicherweise dramatische Konsequenzen, wenn sich eine Patientin darüber beschwert. Durch Nichteinhaltung der Vorgaben gefährden Sie sich also nicht nur selbst, sondern auch Ihre Patientinnen.

Das wiederum beeinflusst das Verhältnis zwischen Arzt und Patientin. Wie sollen sich Ihre Patentinnen auf Sie verlassen können, wenn Sie sich nicht auf die Ergebnisse des Pap-Test verlassen können und dazu auch nicht aufgeklärt werden?

Die Fehler im System

Als Frauenarzt haben Sie während Ihres Studiums und Ihrer Facharzt-Ausbildung gelernt, dass Abstrich und Zytologie keine sicheren Methoden sind, um Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs zu erkennen. Das ist bis heute so geblieben, insbesondere wenn man sich auf die konventionelle Zytologie beschränkt. Einen Vergleich der verschiedenen Abstrichmethoden finden Sie hier.

Unglücklicherweise sind Sie als Frauenarzt verpflichtet, die konventionelle Zytologie für gesetzlich versicherte Patientinnen bei der Früherkennung Gebärmutterhalskrebs anzuwenden (Krebsfrüherkennungs-Richtlinie §§ 6 u. 8, EBM 01730).

Gleichzeitig sind Sie allerdings dazu verpflichtet, Ihre Patientinnen über die Sensitivität der konventionellen Zytologie und Alternativen aufzuklären. Leider stellen Frauen immer wieder fest, dass diese Aufklärung nicht erfolgte und die Patientinnen so keine Chance bekommen, eine fundierte Entscheidung für Ihre Gesundheit zu treffen. Das Unterlassen der Aufklärung ist ebenso wie das fehlende Aufklären über das Befund-Ergebnis für Sie als Frauenarzt besonders problematisch.

Ihre Patientinnen sollten die Hintergründe der Vorsorge kennen, auf die Sie sich Jahr für Jahr verlassen. Sie vertrauen auf Ihre Expertise, unwissend, dass auch der beste Arzt mit der konventionellen Zytologie keine verlässlichen Aussagen treffen kann. Unsere Lösung: Jede Patientin wird in der Arztpraxis bei Erstvorstellung über die konventionelle Zytologie sowie deren Alternativen aufgeklärt und über Neuerungen (wie z.B. die neue Vorsorge ab 2020) informiert. Die Haltung dahinter ist klar: Patientinnen müssen vernünftig aufgeklärt werden, damit sie für Ihre Gesundheit fundierte Entscheidungen treffen können. Bei der Abstrichentnahme wird entsprechend der KFE-RL vorgegangen. Zugleich werden die Anforderung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) Ziffern 08211 und 08212 berücksichtigt, denn die ‚orientierende und normale Kolposkopie‘ gehört zur Grundversorgung, weshalb beim Abstrich für besondere Situationen ein Kolposkop bei der Routineuntersuchung vorhanden sein müsste. Die Einhaltung dieser beispielhaften Vorgaben sollte selbstverständlich sein, auch bei Ihnen in Ihrer Praxis, da die Nichtbeachtung große Probleme bringen könnte.


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Mehr erfahren:

 

WISSENSCHAFTLICHE UND GESETZLICHE DATEN:
Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses über die Früherkennung von Krebserkrankungen (Krebsfrüherkennungs-Richtlinie / KFE-RL) in der Fassung vom 18. Juni 2009 veröffentlicht im Bundesanzeiger 2009, Nr. 148a, in Kraft getreten am 3. Oktober 2009 zuletzt geändert am 19. Juli 2018, veröffentlicht im Bundesanzeiger AT 18.10.2018 B3, in Kraft getreten am 18.04.2019
Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM) Stand: 2. Quartal 2017, KBV Kassenärztliche Bundesvereinigung
Fahey MT, Irwig L, Macaskill P. Meta-analysis of Pap test accuracy. Am J Epidemiol. 1995 Apr 1;141(7):680-9.
Aktuelle Daten Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ICD-10 C53 - (Robert Koch Institut – Zentrum für Krebsregisterdaten, Stand: 2019) in Kombination mit Marquardt, K., Broschewitz, U., Barten, M., 2007. Zervixkarzinom trotz Früherkennungsprogramm. Frauenarzt 48, 1086–1088.
Sicherungsaufklärung, aus § 630c BGB
Selbstbestimmungsaufklärung (auch Risikoaufklärung genannt)] aus § 630e BGB
BGB (Bürgerliches Gesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 2002 (BGBl. I S. 42, 2909; 2003 I S.738), das zuletzt durch Artikel 7 des Gesetzes vom 31. Januar 2019 (BGBl. I S. 54) geändert worden ist)
Das OLG Köln hat die Aufklärung über „Sinn und die Grenzen einer Krebsvorsorgeuntersuchung“ in einem Urteil vom 12.10.2012 (Aktenzeichen 5 U 102/12) hingegen (allerdings ohne nähere Begründung) der Sicherungsaufklärung zugeordnet.

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