Beamtin, 28 J, fühlt sich sicher wegen HPV-Impfung, Vorsorgen unauffällig, S-Pap erkennt Krebsvorstufe, total unerwartet. HPV-Test positiv trotz HPV-Impfung.

KURZE ZUSAMMENFASSUNG

Jessica, Beamtin Schulverwaltung, 28 J, fühlt sich sicher wegen ihrer HPV-Impfung, regelmäßige Krebsvorsorgen erkennen keine Auffälligkeiten.

Vorsorge Februar 2018 mit S-Pap, Befund: Mittelschwere Krebsvorstufe (Pap III D 2), vollkommen unerwartet.

Biomarker-Diagnostik und HPV-Test positiv trotz HPV-Impfung, ein „Impfdurchbruch“.

März 2018 Kolposkopie und Gewebeentnahme: Mittelschwere Krebsvorstufe bestätigt (CIN II). Schonende Laservaporisation im Juni 2018.

Verlaufskontrolle mit S-Pap zeigt kontinuierlich Verbesserung der Auffälligkeiten, offensichtlich heilt das eigene Immunsystem.

Mit S-Pap kann diese Entwicklung gut überwacht werden, weil die Methode Auffälligkeiten frühzeitig erkennt.


S-Pap Team Dokumentation

S-Pap-Team Dokumentation

 

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Jessica, Beamtin Schulverwaltung, 28 J, hatte bis Januar 2018 regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen, bei denen niemals Auffälligkeiten erkannt wurden. Sie ist HPV geimpft und fühlt sich dadurch sicher.

Im Februar 2018 erfährt Jessica von der Sicherheit des S-Pap und verwendet ihn gleich bei ihrer nächsten Vorsorge, damit bei ihr nichts übersehen wird. Der Abstrich-Befund erkennt eine mittelschwere Krebsvorstufe (Pap III D 2), was nach jahrelangen Vorsorgen und einer HPV-Impfung nicht zu erwarten war.

Zur weiteren Diagnostik werden Biomarker bestimmt mit folgenden Ergebnissen: L1 positiv, p16 KI 67(CINtec PLUS) ebenfalls positiv und genotypisierter HPV-Test positiv mit dem Nachweis von Infektionen der HPV-Typen 16, 52, 56, 59, 66, 68.

Eigentlich schließen sich der Biomarker L1 positiv (der Befund über die Krebsvorstufen wird sich verbesser) und p16 KI 67 positiv (der Befund über die Krebsvorstufen wird sich verschlechtern) gegenseitig aus. Wegen der vielfältigen HPV Infektionen bei der Jessica ist es jedoch möglich, dass die Infektionen von einigen der nachgewiesenen HPV-Typen ausheilen und von anderen nachgewiesenen HPV-Typen sich verschlechtern werden, was die Befunde der Biomarker erklären würde.

Bei dem genotypisierten HPV-Test ist besonders auffällig, dass Jessica eine HPV Infektion mit dem HPV-Typ 16 hat, trotz HPV-Impfung. Obwohl Jessica sich nicht mehr an den bei ihr verwendeten HPV-Impfstoff erinnert, wurde sie in jedem Fall gegen den HPV-Typ 16 geimpft, weil alle bisherigen Impfstoffe eine Impfung gegen eine Infektion mit dem HPV-Typ 16 beinhalten.

Die nachgewiesene HPV-Infektion Typ 16 ist demnach ein sogenannter Impfdurchbruch, denn

gegen den Typ 16 wurde Jessica geimpft, hat aber dennoch eine nachgewiesene HPV-Infektion mit dem Typ 16.

Um den S-Pap Befund weiter abzuklären, werden im März 2018 eine Kolposkopie und anschließend eine Gewebeentnahme veranlasst. Das Ergebnis der Gewebeentnahme ist eine mittelschwere Krebsvorstufe (CIN II) und bestätigt den S-Pap Befund.

Eine Verlaufskontrolle der mittelschweren Krebsvorstufe in der Hoffnung auf eine Verbesserung der Befunde wird nicht gewählt sondern eine Behandlung mit einer Laservaporisation im Juni 2018.

Bei der Kontrolle im September 2018 wird mit dem S-Pap noch immer eine mittlschwere Krebsvorstufe festgestellt (Pap III D2). Jedoch ist die gewählt Operationsmethode der Laservaporisation eine besonders schonende Form eines Eingriffs, durch den, wie in aktuellen Studien festgestellt wurde, keine erhöhte Gefahr für Frühgeburtlichkeit entsteht.

Durch eine Laservaporisation könnte das Immunsystem angeregt werden, sich mit auffälligen Zellen zu befassen. Auch ist die Methode so schonend, dass der Operateur nicht immer sicher sein kann, alle auffälligen Bereiche vollständig entfernen zu haben.

Jedoch kann man nach einer Laservaporisation mit der bsonders sicheren Methode S-Pap die weitere Entwicklung gut überwachen, nämlich ob und wie sich der Befund verändern wird.

Eine Laservaporisation ist besonders dann angesagt, wenn z.B. durch den Eingriff die Gefahr einer zukünftigen Frühgeburtlichkeit bei einer Schwangerschaft nicht erhöht werden soll. Bekanntermaßen ist nämlich der Eingriff mit einer Konisation dazu geeignet, die Frühgeburtlichkeit zu erhöhen. 

Die Verlaufskontrolle im Januar 2019 zeigt einen deutlich verbesserten Befund mit einem Pap II p.

Der Befund Pap II p bedeutet, dass Zellveränderungen zu erkennen sind, die möglicherweise einer Krebsvorstufe entsprechen, oder auch nicht.

In jedem Fall ist der Befund Pap II p keine gesicherte Krebsvorstufe. Nur wegen der besonders sicheren Abstrich-Methode S-Pap ist eine Überwachung ohne erhöhte Gefahr für Jessica möglich, weil der S-Pap die Auffälligkeiten frühzeitig erkennt, um diese dadurch sicher überwachen und schonend behandeln zu können.

Jessica hatte im Verlauf der ursprünglich nachgewiesenen mittelschweren Krebsvorstufe ohne einen operativen Eingriff jetzt eine deutliche Verbesserung der ursprünglich festgestellten Zellveränderungen. Offensichtlich hat das eigene Immunsystem die Heilung bewirkt.

Mit dem S-Pap lässt sich diese Entwicklung gut überwachen. Eine sichere Überwachung hilft besonders, um Schaden durch einen schwerwiegenden Eingriff wie z.B. eine Konisation möglichst zu vermeiden. Eine Konisation am Muttermund führt in der Zukunft bei Vorsorgen zu möglichen Problemen (Vernarbungen und Verklebungen behindern die Zellentnahme und damit die Sicherheit der Befundung) und bei Kinderwunsch zu einer erhöhten Gefahr für Frühgeburtlichkeit.

Gerade bei Kinderwunsch ist das ein deutlicher Vorteil für die Patientin, sofern sie schwanger werden sollte.